Sonntag, 15. September 2013

Tagbha

Es hat mindestens 30 Grad und ist eigentlich viel zu eng um mit einem Einkaufswagen an die Kasse zu kommen. Doch Theres, eine Volontärin  und ich schaffen es doch irgendwie uns durch zu zwängen. Dort angekommen schaut die Kassiererin uns verwundert an. Uns wird schnell klar, dass es in Israel für Verwirrung sorgt viel Bier zu kaufen. Als die Kassiererin allerdings merkt, dass wir Deutsche sind, scheint ihr alles klar geworden zu sein und das Klischee der typischen Deutschen hat sich für sie bestätigt. Was sie nicht weiß ist, dass wir für eine größere Volontärsgruppe eingekauft haben, die über Jom Kippur knapp 3 Tage in Tagbha am See Genezareth verbringt, von wo ich diesen Eintrag schreibe.
Jom Kippur ist für die Juden der Tag der Versöhnung und wird zehn Tage nach Neujahr (Rosh ha-Shana) gefeiert. An diesem Tag geht in Israel gar nichts. Ein Beispiel ist, dass keine Autos fahren dürfen. Doch zu diesem Zeitpunkt waren wir schon in Tagbha und hatten deswegen keine Probleme

Angefangen hat die Woche Allerdings wie gewohnt mit der Arbeit im Projekt. Man gewöhnt sich schnell an den Tagesablauf im Kfar, auch wenn man noch in verschiedene Workshops geht um sich schließlich auf einen festzulegen. Bisher war ich im Garten und der Pinat Chai (Streichelzoo).
Nur die Kommunikation mit den Membern ist nach wie vor schwierig. Es sprechen zwar einige deutsch oder englisch, doch mit denjenigen die es nicht können ist es schwierig zu reden. Das liegt vor allem daran, dass mein hebräischer Wortschatz unglaubliche 15 Wörter umfasst. Wenn mich Member also etwas fragen und ich sie nicht verstehe bleibt mir oft nichts anderes übrig, als mit ''ja'' zu antworten. Das geht dann so lange, bis sie mich verwundert angucken und ich mich mit einem ''nein'' verbessere. In der Hinsicht hab ich auf jeden fall noch was zu tun.

Am Mittwoch waren wir dann zusammen mit einigen Membern bowlen, was echt spaß gemacht hat, auch wenn ich bei jedem Wurf eines Members angst hatte, die Bahn könne jeden Moment auseinander fliegen. Generell kann man sagen, dass den Membern sehr viel Freizeitprogramm angeboten wird.

An dieser Stelle muss ich dann auch leider aufhören, denn wir wollen noch grillen und noch etwas trinken. Was für Getränke das sind, könnt ihr euch jetzt wahrscheinlich denken ;)

Grüße aus Tagbha

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen