Samstag, 7. September 2013

Die erste Woche in Israel

Hallo an Alle,
Ich habe mich entschlossen doch einen Blog zu schreiben, weil es entspannter ist sich so mitzuteilen. Ich muss jetzt direkt mal die erste Woche zusammenfassen und halte mich kurz damit ich nicht zu viel schreibe.
Seit dem 28. August bin ich in Israel um in Kfar Tikva (hebr. Dorf der Hoffnung) meinen FFD (freiwilligen Friedensdienst) zu leisten. Dort arbeite ich mit Menschen mit Behinderungen zusammen. Das Kfar liegt auf einem Hügel nahe Kiryat Tivon. Mit dem Bus braucht man von dort etwa 20 Minuten zur Hafenstadt Haifa.

Da ich noch nie in Israel war und ich mich bei meiner Entsendeorganisation (evangelische Kirche im Rheinland) nicht explizit auf diese Stelle beworben habe, war ich durchaus aufgeregt, was mich in diesem kleinen Land so alles erwarten würde. Die Ekir hat Malin, eine Mitvolontärin und mich gemeinsam zum Kfar Tikva entsendet. Am Flughafen wurden wir von einer Freiwilligen abgeholt, die schon etwas länger im Projekt arbeitet. Während wir zu der WG fuhren habe ich dann die erste Falafel meines Lebens gegessen (!!) . Ich wohne mit drei anderen Jungs zusammen in Kiryat Tivon.

Die Hitze hat mich erst mal so fertig gemacht, dass ich sehr früh schlafen gegangen bin. Am nächsten Tag wurde uns dann direkt das Projekt vorgestellt und wir hatten den ersten Kontakt mit den Members (Die Bewohner des Dorfs werden hier so genannt). Diese waren direkt sehr interessiert und einigen können sogar englisch und teilweise deutsch sprechen. Mit allen Anderen, die nur hebräisch sprechen, kann man sich zwar schwerer verständigen aber mit ein bisschen Geduld geht es und außerdem helfen sie einem hebräisch Stück für Stück zu lernen, auch wenn es nicht so einfach ist.

Wir sind hier zwölf Volontäre aus ganz Deutschland und acht aus Israel, die allerdings im Projekt wohnen. Bei unserer Ankunft waren wir noch nicht ganz komplett. Mit den anwesenden Freiwilligen haben wir dann schon am zweiten Tag einen Ausflug ans Meer gemacht und dort auch übernachtet.

Getoppt wurde das noch von einem Ausflug in die Golan Höhen, wo wir eine Wanderung teilweise durch den Jordan unternahmen.





Am Ende der Wanderung konnten wir noch schwimmen, was bei der Hitze wirklich gut getan hat. Zurück nach Kiryat Tivon sind wir getrampt, was ich so noch nie gemacht habe, hier in Israel aber ganz normal ist. Über einige Umwege haben es dann auch alle wieder zurück geschafft.

Am  Montag haben wir im Kfar dann vorzeitig Rosh ha-Schana gefeiert. Das ist das jüdische Neujahr welches zufälliger Weise genau auf meinen Geburtstag fiel und ich somit am ersten Tag des Jahres 5774 (jüd. Kalender) Geburtstag hatte. Tradition zu Rosh ha- Schana ist es, ein Stück Apfel in Honig zu tauchen und zu essen, um ein süßes, neues Jahr zu haben. Den Geburtstag verbrachte ich mit einigen Volontären aus dem Kfar und den restlichen Ekir-Freiwilligen in Tel-Aviv am Strand. Übernachtet haben wir in der WG von Jule und Judith (zwei Ekir Freiwillige) die ihr Projekt im Großraum Tel-Aviv haben.

Seit heute arbeite ich wieder und mich möglichst gut ins Kfar einzuleben, was mir bisher echt leicht gemacht wird, da Member wie Freiwillige sehr freundlich sind. Die nächsten Tage werde ich mit den Membern im Garten und der Pinat Chai (Pflegen von Tieren) arbeiten und bestimmt vieles neues zu berichten haben.

Ich versuche mich mindestens einmal die Woche zu melden, kann aber nichts versprechen ;)

Shalom

euer Roman
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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